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Archive for the ‘Lokales aus Fronhausen’ Category

Entscheidung erst nach Bankgutachten

Sonntag, November 13, 2011 @ 05:11 PM  posted by admin

Der Beitritt der Gemeinde zur Bioenergiegenossenschaft Fronhausen ist Gegenstand eines Antrags der CDU-Fraktion für die bevorstehende Gemeindevertretersitzung. Der Hauptausschuss diskutierte bereits darüber.

Energie aus der Biogasanlage Fronhausen – auch die Gemeinde wird sich wahrscheinlich der Genossenschaft anschließen und sich in der Zukunft mit Abwärme aus der Anlage Geißler versorgen lassen. Dazu muss das Parlament noch Ja sagen.


© Thorsten Richter

In diesem Punkt lässt die CDU-Fraktion nicht locker.Er stand schon wiederholt auf der Tagesordnung. „Ein Beitritt der Gemeinde fördert die Genossenschaft und deren Gedeihen“, sagte Heiner Pfeffer zu dem Antrag.Der Fraktionsvorsitzende erklärte, dass diese Entscheidung nicht nur finanziell, sondern auch ideell betrachtet werden müsse, „um dem Vorhaben positive Energie mit auf den Weg zu geben“.Kosten soll der Beitritt die Gemeinde 1.500 Euro. Darüber hinaus fordert der Antrag „den Anschluss der gemeindlichen Liegenschaften, insbesondere des Bürgerhauses. Dies wiederum wurde von den Vertretern der Genossenschaft mit 8 Cent pro Kilowattstunde veranschlagt.Bürgermeister Reinhold Weber gab zu bedenken, dass er aufgrund der engen Kassenlage der Gemeinde die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten müsse. Aktuell koste das Heizen des Bürgerhauses 6 Cent pro Kilowattstunde.Thilo Finger meinte als Vertreter der Genossenschaft: „Ein Anschluss dürfte sich für die Gemeinde in jedem Fall lohnen, da die Heizung schon alt ist. Ich rate dazu, Nahwärme in jedem Fall ins Auge zu fassen.“Klaus Bork, Vertreter der SPD- Fraktion, war durchaus dafür Anteile von der Genossenschaft zu erwerben, fand aber den Zeitpunkt noch zu früh. Für ihn, sowie andere Mitglieder der Runde gab es noch einige offene Fragen bezüglich der Wirtschaftlichkeit und der Finanzierung des Projekts.Helmut Jung von der Bioenergiegenossenschaft erklärte, dass 90 Prozent, sprich rund 50 der nötigen Verträge, bereits mit Bürgern geschlossen seien. Sie alle wollen mit der Abwärme der Biogasanlage der Familie Geißler versorgt werden. Erster Abnehmer wird das Altenheim sein. Dieses wird allerdings direkt von Geißler beliefert.von Martina Becker

via Entscheidung erst nach Bankgutachten Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

Landrat Robert Fischbach setzt auf klärende Gespräche / Oberhessische Presse

Dienstag, August 30, 2011 @ 11:08 AM  posted by admin

Reinhold Weber, Bürgermeister der Gemeinde Fronhausen, hat keine Probleme damit, weiterhin bei Einsätzen auf seine angestammten Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr zu bauen und ihnen zu vertrauen.

Am Samstag um 10.10 Uhr klingelte eine Delegation der Fronhäuser Feuerwehr bei Bürgermeister Reinhold Weber an der Haustür und überbrachte ihm die Rücktrittserklärungen fast aller Führungskräfte.

 

Fronhausen. Trotz der beabsichtigten Rücktritte zum 1. September müssen der Fronhäuser Gemeindebrandinspektor, dessen Stellvertreter Stefan Feußner und die weiteren Wehrführer und stellvertretenden Wehrführer davon ausgehen, mindestens so lange ihr Amt auszuüben, bis durch Neuwahlen für Ersatz gesorgt wird.

„Wir sind also im Brandfall nicht führungslos“, sagt Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber. Entsprechende Neuwahlen sollten innerhalb der kommenden zwei Monate stattfinden, informiert Mark Kohlbecher, Pressesprecher des hessischen Innenministeriums. Weber setzt weiter auf ein Dienstgespräch zur Klärung der Dinge. Daran soll übrigens auch der Kreisbrandinspektor teilnehmen.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

via Landrat Robert Fischbach setzt auf klärende Gespräche Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

Führungskräfte der Fronhäuser Wehr werfen hin / Oberhessische Presse

Dienstag, August 30, 2011 @ 11:08 AM  posted by admin

Führungskräfte der Fronhäuser Wehr werfen hin

Am Samstag um 10.10 Uhr klingelte eine Delegation der Fronhäuser Feuerwehr bei Bürgermeister Reinhold Weber an der Haustür und überbrachte ihm die Rücktrittserklärungen fast aller Führungskräfte.

 

Das Foto zeigt Mitglieder der Fronhäuser Feuerwehr bei einem Rettungseinsatz im Januar diesen Jahres. Ob es noch Einsätze unter der gewohnten Führung geben wird, ist fraglich.

Fronhausen. Für den bisherigen Fronhäuser Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel ist der Rücktritt die einzige Lösung, nachdem auch der letzte Versuch der Feuerwehr, mit dem Gemeindevorstand ein klärendes Gespräch über die zuletzt als mangelhaft angesehene Kommunikation zu führen, gescheitert war.

Zwar hatte Bürgermeister Reinhold Weber seinerseits zu einem Dienstgespräch eingeladen, doch schwebte der Wehr zunächst ein weniger formelles Gespräch mit einem Moderatoren vor, um erst einmal auf eine Ebene des Vertrauens zurückzufinden. Erst dann habe man wieder über inhaltliche Dinge sprechen wollen. Am Donnerstag hatte Weber die Einladung der Wehrführung zu einem „Runden Tisch“ mit externen Moderatoren als „rechtswidrig“ bezeichnet und damit seine Teilnahme ausgeschlossen. Allerdings erschien er dann doch am Freitag zur Veranstaltung der Feuerwehr, allerdings nur, um zu schauen, wer als Gemeindevertreter und Gemeindevorstandsmitglied der Einladung der Wehr gefolgt ist.

Diese Aktion des Bürgermeisters brachte für die Feuerwehr das Fass zum Überlaufen. Im Amt verbleiben nur der stellvertretende Wehrführer von Oberwalgern und der Wehrführer von Sichertshausen, alle anderen Mitglieder der feuerwehrtechnischen Führungsriege werden zum 1. September zurücktreten. Weber hält indessen an seinem Dienstgespräch fest.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

via Führungskräfte der Fronhäuser Wehr werfen hin Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

BÜRGERINITIATIVE GEGEN HÄHNCHENMASTBETRIEB

Front gegen Mastanlage formiert sich

Bellnhäuser Bürger wollen nicht hinnehmen, dass in ihrer Nähe ein Hähnchenmastbetrieb für knapp 39.900 Tiere entsteht. Sie gründeten am Freitag eine Bürgerinitiative.Bei der Gründung der „Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung“ nahmen im Dorfgemeinschaftshaus Bellnhausen 30 Menschen teil. Zur Leiterin und Pressesprecherin der Initiative wurde Sonja Haese rechts am Tisch in der Mitte gewählt.© Manfred SchubertKommentierenDruckenText Lesezeichen setzen: Bellnhausen. Der Bellnhäuser Landwirt Günter Jung kann die Sorgen der Menschen verstehen, hält sein Vorhaben aber für ausgereift. Die Menschen fühlten sich wohl ein wenig hintergangen, weil die Genehmigung für eine Anlage unter 40.000 Tieren über ein vereinfachtes Verfahren und ohne öffentliche Bekanntmachung erfolgen kann. Er habe seine Planungen allerdings bereits 2009 dem Fronhäuser Bürgermeister Reinhold Weber vorgestellt, sagt Jung.Vieles an der geäußerten Kritik sei so nicht richtig, einiges gehe auch ins Persönliche, das sei für die Familie im Moment sehr belastend, sagte Jung im Gespräch mit der OP. Die von Kritikern angeführten Belastungen will er nicht kommentieren, weil noch Gutachten ausstünden. Er glaubt aber, dass die am nördlichen Rand von Bellnhausen geplante Anlage das Dorf insgesamt wenig beeinträchtigen wird.Für seine Familie sei die geplante Hähnchenmast und die Biogasanlage ein Schritt zur Sicherung des Betriebs, den er sonst auf längere Sicht bedroht sieht.Jung will seinen Betrieb von Milchviehhaltung umstellen. Neben der Hähnchenmast soll die Biogasanlage das zweite Standbein des Familienbetriebs werden und zugleich dafür sorgen, dass der anfallende Mist der Tiere energetisch verwertet wird.In der Biogasanlage soll aus dem Hähnchenmist, einem relativ geringen Anteil Mais und einem hohen Anteil Klee und Grasschnitt, die von seinen Flächen kommen sollen, Biogas und Strom pro Jahr etwa 2 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden. Die Abwärme soll den Stall heizen, das nach dem Gärprozess entstehende Substrat kann als geruchloser Dünger wieder auf Jungs Felder kommen. Für die Konzeption der Anlagen habe er sich bei ähnlichen Betrieben im Schwalm-Eder-Kreis und im Kreis Kassel informiert, berichtet Jung.Mit einem Betrieb in dieser Größenordnung wäre Jung allerdings mit einem Schlag mit großem Abstand der größte Hähnchenmäster im Kreis. Nach Angaben von Kreissprecher Stephan Schienbein gibt es bislang in einer ähnlichen Größenordnung nur einen Betrieb mit 20.000 Tieren in Erksdorf.„Offiziell“ gegründet hat sich die Bürgerinitiative allerdings auch erst am Freitag während einer fast dreistündigen Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus, an der 30 Menschen teilnahmen. Bis dahin habe es nur private Treffen von Bewohnern gegeben, die sich gegen das Bauvorhaben engagieren wollen. Die Kunde davon habe erst drei Wochen vor der Kommunalwahl auf mündlichem Wege die Runde durchs Dorf gemacht.

Ganzer Artikel auf: Front gegen Mastanlage formiert sich Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

OP 09.02.2011 Zum Mitarbeiterschlüssel im Kindergarten Fronhausen

Freitag, April 29, 2011 @ 06:04 PM  posted by admin

Kirchengemeinde Fronhausen schlägt jetzt zurück

Der Elternbeirat des evangelischen Kindergartens Fronhausen fordert Eltern auf, sich am Donnerstagabend mit dem Kindergarten solidarisch zu erklären und zur Parlamentssitzung zu kommen.

In diesem Gebäude ist der evangelische Kindergarten „Krümelkiste“ untergebracht. Der Kirchenvorstand fordert vom Bürgermeister, beim Stellenplan zu seinen Zusagen zu stehen.

 
Kindergarten in Fronhausen
© Archivfoto

Fronhausen. Auf der Tagesordnung der Fronhäuser Parlamentssitzung am Donnerstag (ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Fronhausen) steht der Widerspruch des Bürgermeisters gegen den Beschluss des Parlaments, den Mitarbeiterschlüssel des Kindergartens Fronhausen von 270 um zehn Stunden auf 280 zu erhöhen.

Der Beschluss verletzte das Wohl der Gemeinde ebenso wie das Recht, heißt es in der Vorlage an die Gemeindevertretung. Der Kirchenvorstand und der Elternbeirat der Krümelkiste, so der Name der evangelischen Kindertagesstätte in Fronhausen, haben eine Sonderausgabe der „Kirchenmaus“, dem Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde verfasst und sich dabei des Themas angenommen.

Sie sehen weniger das Wohl der Gemeinde als das Wohl der Kinder gefährdet. Sie nehmen in ihrem Extrablatt den Bürgermeister in die Pflicht. Danach habe die Kirche der Gemeinde im vergangenen Herbst den Haushaltsplan für das folgende Jahr, also 2011 vorgelegt. Dieser Haushaltsplan habe auch den Stellenplan berücksichtigt. Zu den gesetzlich vorgegebenen 1,5 Fachkraftstellen pro Gruppe sollten Verfügungszeiten für Leitungsaufgaben, Vorbereitungszeiten für die Erzieherinnen und Zeit für Elterngespräche eingeplant werden. Die ermittelten Wochenstunden betrugen 286,5. „Dieser Bedarf wurde mit Herrn Bürgermeister Weber abgestimmt und ist auch von ihm akzeptiert worden“, heißt es in dem Extrablatt des Gemeindebriefs.

Nun stelle sich die Situation für den Kindergarten so dar, dass die Gemeinde zwar schon im Vorgriff auf den 1. September 2012 die Fachkraftstellen auf 1,75 angehoben hat, aber diese Regelung keine zusätzlichen Verfügungszeiten vorsehe. So seien effektiv von den zugesagten 286,5 nur noch 270 vorhanden. Daraus resultierte der Kompromiss-Vorschlag der Kindergartenkommission, für das Jahr 2011 wenigstens die Stundenzahl um zehn zu erhöhen. Diesem Kompromiss kamen die Parlamentarier mit ihrem Beschluss in der Dezembersitzung auch nach. Durch das Veto des Bürgermeisters fehlen den Erzieherinnen derzeit weiterhin 16,5 Stunden pro Woche an Betreuungszeit. Dies überrascht Kirchenvorstand und Elternbeirat um so mehr, da Bürgermeister Weber selbst der Kindergartenkommission angehört. Die Parlamentarier müssen heute darüber abstimmen, ob sie dem Widerspruch nachkommen oder nicht.

von Götz Schaub

via Kirchengemeinde Fronhausen schlägt jetzt zurück Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

OP 25.03.2011 Neue Firmen in Fronhausen

Freitag, April 29, 2011 @ 06:04 PM  posted by admin

INFORMATIONSABEND IN FRONHAUSEN

Neues Gewerbe bringt Geld in die Kasse

Etwa 80 Fronhäuser Bürger kamen zum Informationsabend des Bürgermeisters zu aktuellen Themen. Eindruck hinterließ Gunter Schneider, Geschäftsführer und Inhaber der weltweit operierenden Firma Schneider, die in Fronhausen baut.

Die Firma Schneider aus Steffenberg baut derzeit bei Fronhausen ihren neuen Firmensitz. Die nächstgrößere Niederlassung befindet sich in Dallas / Texas.

 
Neues Gewerbegebiet in Fronhausen
© Götz Schaub

Fronhausen. Es verändert sich was in Fronhausen. Die beiden Großbauprojekte in den Gewerbegebieten Kammäcker / Biegen und Marburger Straße / Haydnstraße nehmen langsam Gestalt an.

Gunter Schneider, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Schneider, stellte am Donnerstagabend 80 interessierten Bürgern seine Firma und deren Entwicklungen vor. Dabei erhielten sie viele und beeindruckende Informationen darüber, was sich hinter der Arbeit an innovativen Lösungen für die Oberflächenbearbeitung in der Brillenglas- und Präzisionsoptik-Industrie verbirgt. Und sie nahmen sicher sehr freudig zur Kenntnis, dass Gunter Schneider Fronhausen nicht nur als idealen Standort für seine Firma sieht, sondern auch sehr positiv auf das Leben in Fronhausen einwirkt.

So haben auch schon Menschen aus Fronhausen Arbeit bei Schneider gefunden, viele langjährige Mitarbeiter, die aus Steffenberg den Umzug nach Fronhausen mitmachen, suchen sich auch in der Gemeinde und Umgebung ein neues Zuhause. Das steigert die Einwohnerzahl und die Kaufkraft. Zudem stellte Schneider in Aussicht, dass die Gemeinde Fronhausen schon im nächsten Jahr, vielleicht gar noch in diesem Jahr mit mehr Einnahmen über die Gewerbesteuer rechnen könne. Zudem machten Schneider wie auch Bürgermeister Reinhold Weber deutlich, dass die Herstellung und die Pflege der Ausgleichsfläche für den Eingriff in die Natur praktisch ausschließlich von der Firma Schneider finanziert wird.

Nach der Ansiedlung von Seidel und nun Schneider trifft es sich auch gut, dass sich gerade die Aldi und Rewe-Märkte vergrößern und so auch attraktiver für mehr Kunden werden. Für die Mitarbeiter der beiden Firmen ist es sicherlich ein Leichtes nach Dienstschluss dort noch schnell Besorgungen zu machen. Um einen Parkplatz müssen sie sich wohl auch keine Sorgen machen, denn im Gegensatz zu den jetzt 90 am gegenwärtigen Standort werden es am neuen Standort knapp 150 sein.

Der Aldi-Markt bietet dann eine Fläche von 1.200 Quadratmetern, der Rewe-Markt mit integrierten Getränkemarkt 2.000 Quadratmeter Fläche. Auch drei weitere Grundstücke im Gewerbegebiet Marburger Straße / Haydnstraße sind bereits vermarktet, teilte Weber mit. Bauamtsleiter Jürgen Würz und der Fronhäuser Thorsten Hitz, der für das Planungsbüro Kolmer und Fischer arbeitet, erläuterten Details zu den Bauprojekten. Unter anderem erklärte Hitz, warum die Märkte auf einem erhöhten Level gebaut werden.

von Götz Schaub

via Neues Gewerbe bringt Geld in die Kasse Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

OP 14.02.2011 Ein Haus, der Schenk und die Stiftungsfrage

Dienstag, April 26, 2011 @ 09:04 PM  posted by admin

GEMEINDEPARLAMENT FRONHAUSEN

Ein Haus, der Schenk und die Stiftungsfrage

Der Verkauf des Hauses Gießener Straße 32 beschäftigte die Fronhäuser Gemeindevertreter ein weiteres, aber wohl zum letzten Mal.

In der letzten Sitzung der Legislaturperiode ehrten Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber (links) und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Helmut Jung (3. von rechts), vier Bürger für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Werner Findt (2. von links) ist seit 40 Jahren in der Einsatzabteilung der Sichertshäuser Feuerwehr, Erwin Findt (3. von links) ist unter anderem seit 36 Jahren Vorsitzender des Tischtennisvereins Sichertshausen und im Hessischen Tischtennisverband tätig. Werner Schlag (2. von rechts) kümmert sich seit 38 Jahren um das Wohl des Fronhäuser Schützenvereins, während Kurt Hartmann (rechts) unter anderem 36 Jahre Chorleiter und Dirigent des Posaunenchors Hassenhausen war.

Fronhausen. Das gemeindeeigene Wohnhaus stand zum Verkauf, weil relativ geringen Einnahmen zu erwartende große Sanierungskosten entgegenstanden. Doch selbst über einen Makler war kein Käufer für das ursprünglich auf 54.000 Euro geschätzte modernisierungsbedürftige Haus zu finden gewesen. Erst im Herbst vergangenen Jahres fand sich ein Interessent – ein Mitglied des Gemeindevorstandes – der das Haus für 32.650 Euro kaufen und das bestehende Mietverhältnis übernehmen wollte.

Die Gemeindevertretung stimmte dem im November gegen den Widerstand der CDU zu. Fraktionschef Heiner Pfeffer bezeichnete den Verkauf zu diesem Preis damals als „Verschleuderung von gemeindlichem Vermögen“. Nun legte die Fraktion eine Rechnung der Gemeinde an die Familie Schenk zu Schweinsberg aus dem Jahr 1928 vor, aus der hervorgehe, dass das Haus der Gemeinde von Gunthram Freiherr Schenk zu Schweinsberg gestiftet worden sei und dass der Stiftungszweck – es als Unterkunft für Witwen und Waisen zur Verfügung zu stellen – nicht einseitig geändert werden könne. Sie forderte, den Verkauf des Hauses zu stoppen.

Dieser Argumentation wollten die anderen Fraktionen nicht folgen. Aus einer Rechnung, in der das Wort gestiftet vorkomme, eine Stiftung abzuleiten, sei schon sehr vermessen, fand SPD-Vertreter Klaus Bork. Der Freiherr habe der Gemeinde das Haus „gestiftet“, im Wortsinn von „geschenkt“, das sei aber mit einer Stiftung nach heutigem Recht nicht zu vergleichen.

von Michael Agricola

via Ein Haus, der Schenk und die Stiftungsfrage Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.

OP 23.02.2011 zum Personalschlüssel im Kindergarten

Dienstag, April 26, 2011 @ 09:04 PM  posted by admin

Bürgermeister sagt nein, CDU will klagen

Das Parlament Fronhausen macht vor der Kommunalwahl wohl noch ein paar „Überstunden“. Die CDU-Fraktion hat eine Sondersitzung beantragt.

Der Kindergarten „Krümelkiste“ Fronhausen steht unter kirchlicher Trägerschaft. Die Kirche wünscht sich eine Erhöhung des Mitarbeiterschlüssels.

© Götz Schaub

Fronhausen. Bürgermeister Reinhold Weber hat den etwas abgewandelten Beschluss der Gemeindevertretung vom 10. Februar über die Erhöhung des Mitarbeiterschlüssels am Kindergarten Fronhausen beanstandet.

Die Beanstandung hat aufschiebende Wirkung. Das heißt, der Beschluss muss zunächst nicht umgesetzt werden. Das sieht die CDU-Fraktion Fronhausen nun nicht ein. Weil es vor den Kommunalwahlen am 27. März keine Parlamentssitzung mehr gibt, hat sie nun beschlossen, dass eine Sondersitzung einberufen wird, um dieses Thema weiter zu verhandeln. Verhandeln heißt im konkreten Fall, dass die CDU einen Antrag auf Einleitung eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens beschließen lassen möchte.

Die CDU begründet die mögliche Klage damit, dass die Gemeinde verpflichtet sei, 80 Prozent des Kindergarten-Defizits zu tragen und nicht einseitig, sondern nur gemeinsam mit der Kirchengemeinde eine Reduzierung des Personalschlüssels von bislang 286,5 auf 270 Wochenstunden herbeiführen könne.

Die CDU beruft sich darauf, dass in dieser Sache zunächst in der Kindergartenkommission ein Kompromiss-Vorschlag erarbeitet wurde, der die Erhöhung um zehn Stunden auf 280 vorsieht. Dieser Empfehlung folgte der Kirchenvorstand am 9. November 2010 in dem Glauben, dass dies auch für das Parlament ein gangbarer Weg sei. Bürgermeister Reinhold Weber stellt heraus, dass er als Mitglied der Kindergartenkommission, die nur beratend und empfehlend, aber nicht beschlusskräftig agieren kann, sein Veto angekündigt habe.

Im Gespräch mit der OP macht er deutlich: „Es soll keiner glauben, dass mir das Spaß macht, aber als Kämmerer der Gemeinde bin ich dazu verpflichtet so zu handeln.“ Abgesehen davon, dass der Kindergarten derzeit gar nicht voll ausgelastet ist, die Gemeinde spricht von zehn freien Plätzen, habe er als Bürgermeister von der rechtlichen Seite aus betrachtet „weder einen Ermessens- noch einen Beurteilungsspielraum“.

via Bürgermeister sagt nein, CDU will klagen Südkreis Lokales / op-marburg.de / Oberhessische Presse / Zeitung für Marburg – Biedenkopf.